Individuelle Lebenswege

Die Therapie

Klientzentrierte Therapie nach Carl Rogers

(in Deutschland besser bekannt unter dem Begriff „Gesprächstherapie“)

Die These von Carl Rogers ist folgende:
Wenn ein Mensch sich verstanden fühlt, sich nicht permanent verteidigen muss gegenüber Ratschlägen aus seinem Umfeld, die seine Verhaltensweisen kritisieren (... Du musst dich so verhalten, das darfst Du auf keinen Fall tun ... etc.). Dann ist er in der Lage, sich seiner Situation bewusst zu werden und von sich aus sein Problem zu erkennen und eine Lösung zu entwickeln.

Dabei ist die Grundvoraussetzung einer erfolgreichen Therapie die Einstellung des Therapeuten, die gekennzeichnet sein muss durch:

  • Empathie
  • bedingungslose Wertschätzung und Akzeptanz
  • Kongruenz. Es bedeutet der Therapeut bringt sich authentisch ein; er setzt nicht nach dem Motto die Maske des Profis auf: „Ich weiß was für Dich das Beste ist“.

Diese Therapieform ist neben der Psychoanalyse und der Verhaltenstherapie die häufigste.

Die Behandlung hieß zu Beginn auch „non-directiv-therapy“ und ist für mich DIE Therapie in der der Therapeut den Klienten am wenigsten beeinflusst. Durch diesen, fast möchte ich sagen, „revolutionären Ansatz“ ist es dem Klienten möglich SEINE EIGENE Lösung zu entwickeln.

Man nennt sie auch „Therapie der kleinen Schritte“, der Klient erfährt im therapeutischen Gespräch seinen Zugang zu seinem Konflikt, Trauma oder Problem und kann so selbstständig seinen Lösungsweg erkunden.